Rungholt, die
versunkene Stadt
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Von
Rungholt erzählt man sich heute die wundersamsten Geschichten. Man
sagt, daß man die goldenen Türme der Stadt schon zwei ganze
Tage vor der Ankunft hoch in den Wolken sehen konnte. Man sagt, der
sagenhafte Reichtum der Stadt hätte die Menschen verblendet und
letztlich zur großen Finsternis
geführt. Man sagt, daß
die Stadt eines Tages aus den Fluten des Meeres emporsteigen wird, wenn
wieder Frieden
eingekehrt ist zwischen den Völkern Rai-Dhions.
Vielerorts in Nuriahs Städten findet man Runen, die deutlich machen, dass man die Hoffnung auf ein neues Rungholt noch immer nicht aufgegeben hat, dass man nicht hinnehmen will, dass die älteste Stadt Rai-Dhions für immer auf dem Grunde des Meeres ruhen solle. ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Vor etwa 5ooo Jahren war Rungholt die Hauptstadt des gleichnamigen Königreiches, dessen Landzunge durch das Thethys-Meer bis nach Thar reichte, und dessen Landesgrenzen im Osten bis ans Eismeer reichten. Der Einflussbereich Rungholts erstreckte sich bereits damals über ganz Rai-Dhion. Die frühen Könige schufen ein reiches Land, das den Frieden mit den benachbarten Herrschaftsgebieten über viele Jahre bewahrte. Später dann, zur Zeit der Drachenkämpfe, denen viele Städte, ja sogar ganze Reiche zum Opfer fielen, wurde die Hauptstadt von den schwarzen Hexen eingenommen, deren Macht zu jener Zeit um ein Vielfaches größer war, als heute. ![]() Asmund
der Große, letzter König von Rungholt, war so sehr
machtbesessen und vom Reichtum geblendet, dass er etwa 20 Jahre vor
Beginn der großen Finsternis Scharen von Söldnern aus Ellenor rekrutierte, um eine Armee
gegen die Zwerge aufzustellen. Seine Absicht war, die Zwerge zu
vernichten und ihre unermesslichen Schätze, die sie unter den Tironbergen horteten, zu erbeuten. Daraus
entstand ein Krieg, in den viele Völker hineingezogen wurden.
Schon bald darauf starb König Asmund, aber der Haß unter den
Völkern war geblieben. Mehr und mehr Auseinandersetzungen,
Raubzüge und Kriege brachen uralte, zum Teil von den Göttern
selbst
geschmiedete Kontrakte zwischen den Völkern. Schließlich
griffen die Götter ein und brachten die große
Finsternis über Rai-Dhion. Der Zorn der Götter brachte
letztlich der Stadt Rungholt den Untergang. Aus dem
Thetys-Meer, dort wo
heute die große Bucht zwischen Merkhad
und Tiron ist, ragen auch heute noch die Überreste einiger
Türme.
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