Neuseeland 2007

Ein Reisebericht von
Anja und Horst

 

Übersicht

Vorbereitungen, An- und Abreise

Nützliche Infos

Übernachten und Reisen in Neuseeland Bed & Breakfast, ein Motel oder doch lieber eine Lodge?
Coromandel Eine Halbinsel schöner Strände in gemäßigtem Regenwald
Broken Hills Goldfieber
Rotorua Schwefeldampf und heiße Quellen
Tongariro Nationalpark der Vulkane
Ein wenig Südinsel Wir haben leider nur die nördliche Spitze der Südinsel bereist
Abel Tasman Natur von ihrer schönsten Seite

 

Vorbereitungen, An- und Abreise

30 Stunden reine Flugzeit, 40 Stunden Reisedauer - Neuseeland zu besuchen ist schon eine Strapaze.
Wenn dann auf dem Hinweg noch die Hälfte des Gepäcks verloren geht, heißt es: Nerven behalten.

Für den Flug mit Qantas haben wir (2 Erwachsene, Frankfurt-Auckland, Hin+Rück) ca. 3000€ bezahlt,
etwa 700€ kostete für 2 Wochen ein Allrad Mietwagen (Stand April 2007).
Alles andere haben wir vor Ort gemacht: Geldumtausch, Übernachtung, Route festgelegt, ...

Ich würde das nächste Mal Christchurch auf der Südinsel anfliegen und Auckland im Norden als Abflughafen wählen, dann ist der Mietwagen auch günstiger.

 

Übernachten und Reisen in Neuseeland

Sicher, 2 Wochen Neuseeland mag wenig erscheinen. Aber unserer Meinung nach kommt es darauf an, was man sich für diese Zeit vornimmt. Wir hatten eben nur die Wahl 14 Tage Neuseeland oder gar nix. Daher haben wir uns zum großen Teil auf die Nordinsel beschränkt. Wir wollten Dschungel sehen, den Pazifik und Vulkane.

Und es hat sich gelohnt! Danke, dass Du uns das ermöglicht hast, Sonja!

Wir sind Anfang April 2007 rübergeflogen, als in Neuseeland der Herbst begann. Der große Urlauberstrom war vorüber, die Strände zum Teil menschenleer. Baden war aber noch möglich; die Temperaturen lagen tagsüber immer noch über 20°C.
Und das Wetter? Herrlich - meist blauer Himmel, Regen nur an 2 Tagen.

So in etwa sehen die kleineren und mittelgroßen Ortschaften aus, die man in regelmäßigen Abständen durchquert, wenn man auf einer der vielen Landstraßen unterwegs ist. Für uns Europäer scheint das eher ein amerikanischer Baustil zu sein, jedenfalls sehen unsere Dörfer hierzulande doch etwas anders aus.
Die Pacific Harbour Lodge in Tairua macht schon gut was her. Die Übernachtung mit Frühstück hat 179 NZD (etwa 95€) gekostet. Ein tolles Restaurant fürs Abendessen ist direkt nebenan. Die Fischsuppe dort... einfach genial.
Eine der schönsten, weil liebevollen Übernachtungen konnten wir bei Val and Tony Dillimore in Waihi Beach genießen. Für nur etwa 60€ war ein erstklassiges Frühstück enthalten. Fast das gesamte Erdgeschoss war für uns bestimmt. Den Garten konnten wir ebenso nutzen wie den kilometerlangen Sandstrand, an dem das Grundstück gelegen war.
Ein echter GEHEIMTIP!
Die Koura Lodge am Kawaha-Point in Rotorua.
Tja, was soll ich sagen. Da denkt man "besser kann's nicht mehr werden" und findet dann (recht versteckt) die Koura Lodge. Hier ist für ca. 140€ pro Nacht (2007) alles dabei: Übernachtung, Topfrühstück, tolle Aussicht über Lake Rotorua, Kanus, 40° Spa direkt am See, Hubschrauberlandeplatz, Tenniscourt. Hier sind wir dann auch 3 Tage geblieben.
Das Chateau Tongariro bei Whakapapa im Tongariro-Nationalpark. Unvergesslich, der Abend in der Lounge:
Schottischer Single Malt Whiskey der besten Marke, genossen bei einer Partie Snooker, die uns beiden trotz unseres mangelhaften Spiels, extrem viel Spaß bereitet hat. Und dann noch die Aussicht durch die großen Panoramafenster... was für ein Abend!


Die Coromandel-Halbinsel
Die Fahrt entlang der Coromandel-Halbinsel von Thames nach Coromandel Town ist landschaftlich extrem reizvoll. Überall entlang der Thames Coast Road liegen malerische Buchten im Hauraki Golf. Schade, dass wir das nicht so genießen konnten. Fürchterlich müde nach der langen Flugreise, waren wir an diesem ersten Tag in Neuseeland nur noch auf der Suche nach einem Bett.
Am ersten Urlaubstag haben wir eine kleine Wanderung durch subtropischen Regenwald gemacht und waren völlig überwältigt. Klar, bei uns in Deutschland ging ja gerade eben der karge Winter zu Ende.
Die Pflanzen so dicht beieinander, dass es schwierig ist, gute Fotos zu machen, Lianen hängen von den Baumkronen, jedes sonnige Fleckchen ist bewachsen, überall auf den großen Bäumen sitzen andere Pflanzen (Epiphyten). Aus allen Richtungen zwitschern, kreischen und flöten Vögel, wie der Kokako, Tui, Fantail und viele andere.
Die riesigen Kauribäume (Agathis australis) sind heute eher selten anzutreffen, obwohl tausende in jüngster Zeit neu angepflanzt worden sind. Sie spielen eine bedeutende Rolle in der Mythologie der Maori.
An exponierten Plätzen kann man den pazifischen Ozean durch den dichten Pflanzenbewuchs ausmachen.
Blick auf Coromandel Town und die McGregor Bay. Wir fahren Richtung Whitianga über die ziemlich kurvenreiche Whangapoua Road. Hier findet man noch große unberührte Wälder.
Die Flora der Coromandel-Halbinsel wird durch subtropische Wälder dominiert, in denen Baumfarne weit verbreitet sind.

Und da war er: der pazifische Ozean!
Für uns was besonderes, weil wir einfach vorher noch nie am Pazifik gewesen waren.

Menschenleer, hier nördlich von Whitianga. Und hätte ich meine Erkältung nicht aus der Heimat mitgenommen, wäre ich erst mal ausgiebig geschwommen.

Vom Parkplatz am Ende der Grange Road, nordwestlich von Hahei beginnt der 40 Minuten lange Wanderweg zur Cathedral Cove. Dieser Weg führt an der Küste entlang durch subtropischen Regenwald und bietet herrliche Ausblicke auf die vorgelagerten Inseln Motueka Island (Bild), Mahurangi Island und andere.
Eine Gottesanbeterin auf der Jagd. Kurze Zeit später hatte sie sich eine Mahlzeit gefangen.
Dieser Felsen aus sehr hellem Kalksandstein wird vom Wasser schon stark unterspült.
Eines Tages wird er der Erosionskraft erliegen und ins Meer stürzen.
In den späten Nachmittagstunden liegt die Cathedral Cove im Schatten. Dann ebben auch die Besucherströme ab.
Anja in den Zwilings-Kauris.
Eigentlich sollten in diesem Waldstück auch Kiwis zu finden sein. Doch leider haben wir keinen dieser scheuen, flugunfähigen Vögel in freier Wildbahn zu sehen bekommen.
Außerhalb der vorbereiteten Wege durch die subtropischen Wälder ist ein Weiterkommen nur mit Haumessern möglich.
Mögliche Wege sind von Pflanzen überwuchert. Überall zwitschern die Vögel - einige so laut, dass sie selbst im dichten Wald über hunderte Meter zu hören sind.


In den Broken Hills
Zwischen Pauanui und Whangamata liegen die Broken Hills. Über die Puketui Valley Road ist dieses ehemalige Goldgräberparadies zu erreichen. Der Wanderweg beginnt am Broken Hills Campground, direkt am Tairua River.
Diese Wanderung zählen wir zu den eindrucksvollsten unseres Aufenthalts in Neuseeland.
Die Hügel sind durchzogen von Tunnels und Schächten der Goldgräber, die hier einst ihr Glück suchten. Viele Schächte sind bereits verfallen oder zugewachsen.
Der Collins Drive ist ein 500 Meter langer Tunnel, der ohne Taschenlampe nicht zu durchqueren ist.
Schade, denn wir hatten kein Licht dabei und mussten an dieser Stelle umkehren. Natürlich haben wir versucht, ohne Taschenlampe oder Fackel durchzugehen, doch man sieht nach 25 Metern die Hand vor Augen nicht, geschweige denn den unebenen Boden. Man hört in der Ferne nur Wasser rauschen, im Tunnel, viel Wasser.
Dieser lustige kleine Vogel ist ein Fantail (Piwakawaka), ein Fächerschwanz.
Er macht seinem Namen alle Ehre: Wenn man in sein Revier eindringt, flattert dieser kleine Bursche einem in Armeslänge um den Kopf, streckt seine Flügel und spreizt alle Federn. Indem er sich auf diese Weise groß macht und hektisch von Ast zu Ast hüpft, will er wohl die Eindringlinge vertreiben. Was ihm dann auch immer gelungen ist.
Während der gesamten Wanderung haben wir keine anderen Leute gesehen. Daher zählen wir diesen schönen Trek zu den Geheimtips Neuseelands.
Ein Blick auf den Tairua River und die dichte Vegetation des subtropischen Regenwalds in den Broken Hills.
Am Strand von Whangamata.
Nachdem wir noch einige Zeit vom Tag übrig hatten, sind wir den etwa 6 Kilometer langen Strand entlang spaziert.
Eine Mantelmöwe (rechts), eine Silberkopfmöwe (unten links) und Gleichgesinnte.
Diese Raubmöwe (Skua) ließ sich aus nächster Nähe fotografieren.


Rotorua
Rotorua, fotografiert von der Koura Logde, unserem Domizil für die nächsten 3 Tage.
Schade, dass man Gerüche noch nicht ins Internet stellen kann, denn diese hübsch anzuschauende Wolke rechts im Bild stinkt ganz gewaltig nach Schwefel. Und wenn der Wind günstig steht, stinkt ganz Rotorua!
Im Kuirau Park, direkt neben der Stadtmitte, sind viele heiße Quellen und kleinere dampfende Seen zu bestaunen.
Irgendwann bekommt man dann Kopfschmerzen von dem Gestank, dann reichts und man sollte weiter ziehen.
Solche blubbernden Schlammpfützen sind über 100°C heiß.
Die Pflanzen rings um diese Quellen sind alle abgestorben.
Im Waimangu-Tal, südlich von Rotorua, findet man dann die größeren Ausgaben heißer Quellen und kochender Seen.
Auf einer Strecke von etwa 5 Kilometern reihen sich der Bratpfannen-See, der Inferno-Krater, Echo-Krater und schwarzer Krater aneinander.
Bis 1904 war hier der größte Geysir der Welt mit einer 460m hohen Springfontäne zu bewundern, der jedoch nach einem Erdrutsch inaktiv wurde.
Einer Touristengruppe vor uns verdankten wir dann den Auftritt dieser Maoriguppe, die volkstümliche Lieder und Tänze vorführten.
Der Inferno Crater füllt und leert sich in unregelmäßigen Abständen mit türkisfarbenem Wasser.
Unterschiedlichste mineralische Ablagerungen ergeben dieses farbenfrohe Naturschauspiel im Waimangu-Tal.
Die Warbrick-Terassen.
Aus der heißen Quelle im Hintergrund steigt mineralreiches Wasser empor, das langsam die Terassen herunterfließt und dabei immer neue Ablagerungen hinterläßt.
Die mineralreichen Gewässer münden schließlich im Lake Rotomahana. Hier fischen hunderte Kormorane und schwarze Schwäne die Nahrung aus dem Mündungsgebiet heraus.
Baumfarne, so wie dieser dominieren die subtropischen Wälder der neuseeländischen Nordinsel.
Eine der vielen Brücken im Waimangu-Tal.
Wieder eine Gelegenheit für ein kleines Küsschen.
Hells Gate.
Wenn wir gedacht hatten, wir wüssten, wie sehr Schwefel stinken kann, so haben wir an diesem Ort neue Dimensionen des Geruchs erlernt.
Entlang eines etwa 3 Kilometer langen Rundweges kann man am "Tor zur Hölle" bis zu 140°C heiße Quellen, Schlammvulkane und nach faulen Eiern riechende Fumarolen (Erdspalten, aus denen Gase austreten) erleben. Vielerorts kristallisieren die Schwefelgase aus, wie im Bild links unten gezeigt.
Dieser Wasserfall wird gespeist von den heißen Quellen weiter oben. Seine Temperatur beträgt jedoch nur noch knapp 40°C, womit ein Duschbad möglich ist. Die Maori haben hier in früheren Zeiten nach einer kriegerischen Auseinandersetzung oder nach der Jagd die Wunden an Körper und Geist gewaschen.
Nachmittags sind wir am östlichen Ufer des Lake Okataina entlang gewandert. Der Pfad schien nicht häufig begangen worden zu sein, denn an der ein oder anderen Stelle, war das Weiterkommen recht mühsam.
Wer mehr Zeit mitbringt und den Pfad noch weiter entlanggeht als wir, der kann in 1 bis 2 Tagen den Vulkan Mount Tarawera erreichen.
Die Wanderung am Lake Okataina war geprägt durch sehr abwechslungsreichen Pflanzenbewuchs. An der einen Stelle dichter subtropischer Wald mit großen Baumfarnen, anderswo ein "Schneewittchen-Wald" mit knöchelhohem Moos.


Tongariro
Die Huka Fälle entleeren den riesigen Taupo See. Diese Fälle sind Anziehungspunkt für viele Touristen.
Ein besonderes Erlebnis bieten Motorboote, mit denen man sich bis auf wenige Metern den Wasserfällen nähern kann.
Wir sind jedoch nicht lang geblieben, da unser Tagesziel der vulkanisch geprägte Tongariro-Nationalpark war.
Nachdem wir ein Zimmer im Chateau Tongariro festgemacht hatten, sind wir noch mal raus gegangen - zu den Taranaki Falls, etwa 1 Stunde von Whakapapa entfernt.
Diesen schönen Wasserfall kann man über einen abwechslungsreichen Rundwanderweg erreichen.
Wer mehr Zeit hat, kann von hier aus auch die Vulkangipfel erreichen. Dazu sollte man jedoch mindestens 4-6 weitere Stunden einplanen.
Auf halbem Weg zwischen den Taranaki Falls und dem unteren Vulkansee Lower Tama haben wir unsere kleine Wanderung beendet und statt uns zu hetzen lieber noch die schönen Ausblicke bei untergehender Sonne genossen.
Die geologischen Aktivitäten beschränken sich nicht nur auf den Nationalpark. Auch am Horizont sind kleinere Vulkankegel zu sehen.
Das Bild zeigt die unteren Regionen des wolkenverhangenen Ruapehu.
Früh morgens Abreise aus dem Chateau Tongariro, da wir am selben Tag noch zur Südinsel gelangen wollen.
Im Hintergrund ist der Mount Ngauruhoe zu sehen.


Ein wenig von der Südinsel
Die Überfahrt von Welington auf der Nordinsel nach Picton auf der Südinsel gilt als eine der stürmischsten der Welt.
Etwa 3 Stunden ist die Fähre unterwegs, davon knapp 1,5 Stunden auf offener See.
Erste Ausblicke von der Fähre auf die Südinsel zeigen eine stellenweise karge Vegetation, die sich mit gemäßigten Wäldern abwechselt. Einige der an der Wasserlinie gelegenen Häuser sind nur mit Booten vom Fährhafen Picton aus zu erreichen.
Der Fährhafen Picton liegt tief in den Fjorden der Marlborough Sounds, fast am Ende des Queen Charlotte Sounds, etwa 50 Kilometer von der offenen See entfernt.
Nach einer Nacht in einem kleinen Motel in Havelock brachen wir sehr früh in Richtung Abel-Tasman-Nationalpark auf, wollten jedoch vorher noch irgendwo frühstücken. Die Landschaft hier ist eher nordischen Charakters.
Zwischen Nelson und Blenheim wird viel Waldwirtschaft betrieben, aber auch Obst und Wein werden angebaut.
Das Jester House Cafe am Coastal Highway nahe Kaiteriteri ist unbedingt einen Besuch wert.
Nicht nur das exzellente Frühstück, die tollen Kuchen oder der mit Kunstwerken verzierte Garten laden zum Verweilen ein. Das besondere Highlight sind die Aale am nahegelegenen Bach, die einem gierig das Futter vom Holzstäbchen holen.
Wer länger bleiben möchte, der kann in einem stiefelähnlichen Haus im Garten übernachten.
Ein Pukeko. Diese Hühner sind auf beiden Inseln Neuseelands häufig anzutreffen.
Die Fahrt durch das Wairau-Valley zieht sich von Tophouse bis nach Blenheim durch nordische Landschaft. Ab und zu sieht man eine Farm, doch meist führen die 80 Kilometer durch unbewohnte Landschaft. Während in den höheren Regionen um Tophouse Waldwirtschaft betrieben wird, liegt Blenheim inmitten großer Weinanbaugebiete.
Eine Panoramaaufnahme hoch oben in den Bergen bei Birch Hill.
Ausgezeichnete Trekkinglandschaft.
An unserem letzten Abend auf der Südinsel sind wir nochmal Richtung Kaikoura gefahren. Der Ort an der Ostküste der Südinsel ist bekannt für die vielen Wale, die dort in Küstennähe vorbeiziehen.
Die mit verdorrtem Gras bedeckten Hügel leuchteten in dem Abendlicht förmlich auf.
Irgendwo an der Pazifikküste haben wir dann gestoppt und sind den Kiesstrand entlang gegangen.
Bis nach Kaikoura sind wir nicht gekommen. Die erhofften Wale hätten wir bestimmt auch von hier sehen können.
In einem großartigen Spektakel ging die Sonne hinter den Bergen unter und beendete den Tag mit einem strahlenden Lichterkranz über dem Meer.


Der Abel Tasman-Nationalpark

Der Abel-Tasman-Nationalpark liegt an der nördlichen Spitze der Südinsel Neuseelands. Wir sind von Marahau in den Park eingetreten. Dort kann man sein Auto auf einem Parkplatz kostenlos stehen lassen.
Wer in dem Park übernachten möchte, was nur im eigenen Zelt möglich ist, der benötigt eine Buchung, die im nahegelegenen Campingplatz bei Marahau durchgeführt werden kann. Eine Buchung ist zu empfehlen, da die Ranger im Park die Zelte kontrollieren.

Den Abel-Tasman-Nationalpark kann man zu Fuß durchwandern. Überall hat man die Möglichkeit, an kleinen Buchten eine Pause einzulegen und die wunderbare Natur ringsum in sich aufzunehmen.
Wer nicht so gut zu Fuß ist, kann auch im Kanu die ruhigen Gewässer vor dem Nationalpark erkunden. Boote und Ausrüstung können in Marahau von vielen Anbietern ausgeliehen werden. Mehrtägige Touren auch in größeren Gruppen sind möglich.
Kräfte einteilen.
Da wir uns erst direkt am Parkeingang dazu entschlossen hatten im Abel-Tasman-Nationalpark zu zelten, hatten wir nur wenig zu essen dabei, wollten jetzt aber auch nicht noch mal umkehren, um irgendwo irgendwas zu kaufen.
Die Rolle Kekse würde bis morgen früh schon reichen :-)
So schön das hier auch aussieht, die kleinen Mücken, auch Sandfly genannt, versuchen im Dauerangriff auf jedem freien Fleckchen Haut zu landen und uns zu pieken. An diesen Stichen kann man bis zu 4 Wochen Spaß (in Form von heftigem Juckreiz) haben.
Links hockt eine Mantelmöwe, rechts daneben könnte ein Weißbrustkormoran sein. Sicher sind wir uns dabei aber nicht.
Kurz vor Erreichen des Zeltplatzes ging es nochmal auf 150m hoch. Der tiefblaue Himmel läßt eine sternklare Nacht erwarten. Und tatsächlich - noch nie zuvor habe ich so viele Sterne gesehen, nie zuvor konnte ich das silberne Band der Milchstraße deutlicher erkennen, wie in dieser Nacht.
Das Kreuz des Südens, die Magellanschen Wolken, Dunkelwolken, alles prächtig zu erkennen.
Aussicht auf unseren Zeltplatz in der Anchorage Bucht. Nach etwa 5 Stunden Wanderung mit ausgiebigen Pausen im Wald und in einigen schönen Buchten liegt das Etappenziel zum Greifen nahe. Einige Boote liegen dort schon vor Anker.
Aus den Wäldern weiter unten hört man Vögel, wie beispielsweise den Korimako, der uns kurze Zeit später denn auch um die Köpfe flattert, auf der Jagd nach Insekten, die wir aufgescheucht haben.
Die Bäume Neuseelands haben uns sehr fasziniert.
Einige waren derart mit kleineren Pflanzen überwuchert, dass man den Stamm kaum mehr erkennen konnte, an anderen klebten tausende toter oder sterbender Ameisen.
Wir sahen Bäume mit heller Rinde, die von den Maori zu medizinischen Zwecken eingesetzt wurden. Andere, wie die oben rechts abgebildeten, sonderten über den Stamm und die Äste eine honigartige Substanz ab, die unangenehm süßlich roch und niedrige Pflanzen und den Boden schwarz färbten. Hier war überall das geschäftige Summen umherfliegender Bienen zu hören.
Unten links sieht man den Stamm eines Eukalyptusbaumes.
Auf unserem Rückweg zum Auto haben wir am nächsten Morgen jede Menge Schopfwachteln überall im Park gesehen. Wenn man still sitzen bleibt, kommen diese lustigen Vögel bis auf Armlänge heran.

 

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